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WAS WILLST DU HIER? - Gestatten, ich stelle mich erst einmal vor, und dann kann unsere Konversation beginnen! Ich bin das tapfere Schneiderlein, und bin unterwegs, um den Menschen dabei zu helfen, die schier übermächtigen Probleme dieser Zeit zu lösen ...
Ach, Riese ... warum grunzt du so laut? Ich habe ein feines Gehör - ich höre die Mucken um die Ecke brummen. Du stehst mir im Weg! Muss ich zurückweichen, und Anlauf nehmen?! Riese, geh nach Hause, iss etwas und schlafe dich aus. Danach bist du sicher besser gelaunt! Du musst wissen, dass mich nichts mehr erschüttern kann! Vom Weinen in der Nacht verstehst du nichts! Da reinigen meine Tränen die vielen Schmerzen, die ich angesichts des Zustandes der Welt am Tage empfunden habe. Ich war ein einfacher Schneider - und arm dazu. Einzig meine Kleidung lässt auf einen wohlhabenden Edelmann schließen. Zwischenzeitlich hatte ich ein außergewöhnliches Erfolgserlebnis. Ich dachte mir: Meine Finger sind vom vielen Arbeiten mit der Nähnadel verstochen, und ich gehe auf Wanderschaft, um nach weiteren Herausforderungen zu suchen. Gut, Riese. Solltest du mich nicht vorbeilassen - und dafür hast du Gründe - werde ich zurückweichen. Jedoch kannst du sicher sein, dass ich dorthin gelange ... an diesen Ort gelange, den du so streng mit deiner Keule bewachst! Ich würde dich sowieso nicht zu meinem Bekanntenkreis dazuzählen, weil du es an Gastfreundschaft vermissen lässt. Das ist ein großer Fehler, den du mit deiner mangelnden Kulturbildung wohl nicht verstehst. Gleichwohl spreche ich zu dir wie mit jedem Anderen ... das Recht dazu hast du, weil ich die Pflicht habe. Immerhin bin ich auf dich zugekommen, und schließlich wohnst du hier. Darüberhinaus begehst du bereits erneut einen großen Fehler: Du versperrst den Weg - und dieser Weg ist öffentlich! Riese - gibt es bei Euch eine Schule? Ich bin ein guter Lehrer - Wissen und Geduld zeichnen mich aus. Du solltest dir mein Angebot überlegen. Jeder Mensch - auch du mit deinem dicken Kopf - sollte sich weiterbilden! Denn der größte Fehler, den ein Mensch begehen kann ist, über etwas oder einen Menschen ohne die wichtigsten Informationen zu urteilen!
Das was du wissen musst, Riese, ist, dass du etwas bewachst, das Allen gehört! Und du bewachst es mit deiner Keule! Im Grunde bist du gutmütig, doch dir fehlt es an Bildung! Wenn du also wüsstest, was du bewachst - was es damit auf sich hat - dann würdest du dich am Kopf kratzen und zu mir sagen "wirklich?" ... Ja, Riese! Du verhinderst mit deiner Gewaltbereitschaft das Auflösen der Probleme dieser Welt - und bedenke dabei, Riese, dass du ebenso mit der Welt untergehst - sollte es geschehen! Jedoch ist das Denken nicht deine Stärke! Ich helfe dir! Schau: Du bist groß und stark, willst mit deiner Familie glücklich sein ... und dein Auftraggeber lässt dich nicht! Das hast du nun davon, dass du dich mit einem Teufel eingelassen hast! Du sitzt in einer Zwickmühle ... aus der es ein Entrinnen gibt! Ja! Du musst dem Teufel nur alles vor die Füße werfen! Dazu gehört Mut - den hast du nur, weil du so groß und stark bist! Jetzt sieh mich an! Ich rede schon eine halbe Stunde mit dir, und ich lebe noch! Da erkennst du deine Gutmütigkeit! Ich gebe dir noch etwas zu bedenken, warum es sich für dich lohnt, den Weg freizumachen: Eines Tages werden 1.000 Menschen hier stehen - und sie werden dich besiegen! Also darfst du mich als Friedensengel sehen, denn von den 1.000 werden womöglich 500 sterben ... jedoch DU wirst auch tot sein! Das wird ein weiteres unnötiges Massaker sein. Jetzt erkennst du, was ich dir die ganze Zeit sagen will: Es lohnt sich, friedlich zu sein - und WAS kann der Teufel dir schon versprochen haben, was du nicht selbst erreichen kannst?! Zum Glücklichsein kann dir der Teufel jedenfalls nicht verhelfen! Das kann nur jeder selbst!
Ich habe nicht mal einen Stuhl, um mich hinzusetzen ... Die Gastfreundschaft in anderen Gegenden lässt sehr zu wünschen übrig ... ich stelle ja keine großen Ansprüche! Und meine kleine Mahlzeit zahlte ich noch immer selbst! Es ist vergebliche Liebesmüh - du verstehst nichts davon, Riese! Du bist ein Naturbursche und schläfst im Sommer wohl im Freien. Nun gut - wo war ich stehengeblieben? Achja, bei der Gastfreundschaft, die so sehr geringschätzt wird! Dabei ist es doch leicht, für einen Wandersmann ein weiteres Gedeck aufzulegen, und auch ein Bett in einer Dachkammer bereitzuhalten ... wie schön ist es doch, andere Menschen mit ihren Gebräuchen kennenzulernen, einander Anekdoten zu erzählen und bei der Abreise freudig lächelnd mit einem Taschentuch nachzuwinken! Vielleicht sieht man sich wieder? Die Welt ist ein Dorf, seit die Menschen zu reisen begannen! In der Fremde kann man viel lernen! Ich höre dir auch gerne zu, Riese, oder beobachte dich ... doch da ist nichts außer deiner großen Keule! Stelle dir vor, dass DIR an meiner Stelle ein Riese begegnet! Das würde ein Gegrunze und Gemetzel geben! Gott bewahre uns davor! Besser ist es doch, einen öffentlichen Weg freizuhalten und sich sittsam zu benehmen! Ich mache dir einen Vorschlag: Ich vergesse deine Gewaltandrohung, drehe mich kurz herum und wir tun so, als ob wir uns gerade das erste Mal sehen würden! Ich zöge meinen Hut, deute eine Verneigung an - das mache ich immer so - und du erklärst mir den Weg zu Eurem Gasthof. Ist das für dich annehmbar, Riese?
Wir müssen zu einem Ergebnis kommen, Riese! Abgesehen davon, dass ich Hunger und Durst habe, ist das Herumstehen ermüdend. Da du offensichtlich keine Dialogfähigkeit besitzt - ich mache ja große Pausen - werde ich dir zum Schluss noch etwas erläutern. Wir normalwüchsige Menschen, die wir auch unbewaffnet sind und über bescheidene Mittel verfügen, sind trotzdem nicht zu unterschätzen! Wir sind nämlich deutlich in der Überzahl! WIR Friedliebende sind 98 % und Ihr Kriegslüsterne seid gerade mal 2 %. Bisher hat sich der größte Teil von uns in die Armut schieben lassen. Doch das ändert sich! Ohne uns Normale bekommt Ihr nichts geregelt! Was, wenn die Schneider keine Kleider mehr nähen? Was, wenn es kein Essen für Könige und Fürsten aus den Gärten der Bauern mehr gibt? Was, wenn niemand mehr Bediensteter für Hochwohlgeborene sein wird? Vor allem: Was geschieht mit EUCH, wenn wir uns bilden, miteinander tuscheln und die neuesten Geheimnisse verraten? Dann wird Eure Stellung wackeln, Euch der Boden entzogen, Eure Macht wird schwinden! Ihr habt das Volk in Angst versetzt - Euer Teufel stachelt Euch dazu an. Was, wenn wir - die gesamten 98 % - keine Angst mehr vor Euch haben? Ja, Riese! Wir stehen eh mit dem Rücken zur Wand! Doch an dieser Wand ist gut anlehnen! Und angelehnt - den Rücken frei, denn da hielt sich bisher unsere Angst auf - angelehnt blicken wir nach vorne, vereinigen uns, und gehen offenen Auges in die Probleme hinein! Und dann lösen wir diese Probleme! Ihr habt uns viel zu lange daran gehindert! Jetzt trete ich den Rückzug an, vermerke in mein Reisebüchlein, was ich mit dir erlebte. Wenn ich eines Tages wiederkehre, werde ich nicht mit einem Heer kommen, sondern mit Frauen und Kindern, Glöckchen und Rasseln. Gehabe dich wohl, Riese - komme gut in dein Heim.